Wohnungseigentum

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Wohnungseigentum ist ein Miteigentumsanteil an einem Grundstück, verbunden mit dem Sondereigentum an den Räumen einer bestimmten Wohnung.

Das Grundstück und alle konstruktiv notwendigen Teile des Gebäudes (z.B. Dach, tragende Wände) sind nach zwingender gesetzlicher Vorschrift gemeinschaftliches Eigentum; dies gilt auch z.B. für das Treppenhaus oder den Heizungsraum in einem Wohnblock. Sondereigentum besteht also jeweils nur an den Räumen der betreffenden Wohnung.

Das Wohnungseigentum ist veräußerlich und vererblich; es kann – wie ein Grundstück – belastet werden, z.B. mit Hypotheken, Grundschulden, einem Wohnungsrecht oder einer Leibrente. Bei einem Verkauf ist die Zustimmung des Verwalters erforderlich, wenn dies bei der Begründung des Wohnungseigentums so festgelegt wurde; die Zustimmung darf aber nur aus einem wichtigen Grund versagt werden.

Für jedes Wohnungseigentum wird ein besonderes Grundbuch angelegt. Die typische Beschreibung einer Eigentumswohnung im Wohnungsgrundbuch lautet etwa so:
35,6/10.000 Anteil an dem Grundstück Gemarkung Schwarzenbek Flur 7 Flurstück 47/11, verbunden mit dem Sondereigentum an der Wohnung Nr. 20 des Aufteilungsplans, gelegen im V. Obergeschoß links.

Die Wohnungseigentümer eines Grundstücks bilden eine Wohnungseigentümergemeinschaft und fassen Beschlüsse über die Verwaltung des gemeinschaftlichen Eigentums in einer Wohnungseigentümerversammlung. Die Verwaltung erfolgt durch den Verwalter, der von der Versammlung der Wohnungseigentümer (für höchstens 5 Jahre) gewählt wird. Zur Deckung der Kosten für das Gemeinschaftseigentum hat jeder Wohnungseigentümer an den Verwalter ein monatliches Wohngeld zu zahlen, dessen Höhe (wie der gesamte Wirtschaftplan) in der Wohnungseigentümerversammlung beschlossen wird.

Bei kleinen Wohnungseigentümergemeinschaften wird häufig von der Bestellung eines Verwalters abgesehen.

Die Rechtsform des Wohnungseigentums kann auch dann verwendet werden, wenn (erwachsene) Kinder in dem Einfamilienhaus der Eltern eine eigene Wohnung ausbauen bzw. hierzu einen Anbau (oder auf dem elterlichen Grundstück sogar ein freistehendes Einfamilienhaus) errichten wollen.

Voraussetzung: Die Wohnungen müssen in sich abgeschlossen sein.

Der erste Schritt besteht dann darin, einen Aufteilungsplan nebst Abgeschlossenheitsbescheinigung zu beschaffen. Hierzu müssen beim zuständigen Bauamt vollständige Bauzeichnungen (auch der bestehen bleibenden Gebäude oder Gebäudeteile) mindestens im Maßstab 1:100 in (mindestens) zweifacher Ausfertigung eingereicht werden (einschließlich Ansichten und Schnittzeichnungen); dabei sind alle zu demselben Wohnungseigentum gehörenden Einzelräume in der Bauzeichnung mit der jeweils gleichen Nummer zu kennzeichnen.

Wir beraten Sie gern in einem persönlichen Gespräch.

Weber • Kahl • Schaumann

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